Das Paradigma Theohumanity stellt die weltweiten Strategien aller anderen Weltanschauungen kompromisslos in Frage, seien sie auf der Genetik des physischen Körpers aufgebaut, den Einsichten des mentalen Körpers, kollektivistisch-religiöser Erlösung oder der Transzendenz des spirituellen Körpers. Solange wir uns nicht klar sind über die vom Emotionalkörper ausgehenden Ursachen, warum das uns Trennende mit solch gewaltiger Kraft das unvermeidliche, aus unseren Verwundungen entstandene Leiden erschafft, solange besteht keine Hoffung für uns, dass wir jemals wahrhaftig und dauerhaft als Spezies in Liebe zueinander finden.

Da Theohumanity so entschlossen Stellung bezieht gegen die Irrtümer und Unvollständigkeiten aller anderen psychologischen und spirituellen Lehren, die die wahre Natur des menschlichen Emotionalkörpers ausblenden und somit verzerrte, auf Energie, Verhalten oder Transzendenz ausgerichtete Lösungswege anbieten, können aus diesem Zusammenhang heraus Menschen, die nicht verstehen, was Theohumanity wirklich sagt, es durch ungeheilte und falsch informierte Filter im Herzen oder Verstand erfahren und dann so etwas wie eine Sekte 'sehen'. In Wahrheit aber hat sich Theohumanity ausdrücklich dem Ende aller spirituellen Sekten jeglicher Art verschrieben und bietet einen Heilungsweg an, der ganz speziell die Frage beantworten kann, warum und wie Menschen überhaupt erst zu abhängigen Anhängern von entwicklungshemmenden oder sogar selbstzerstörerischen Lehren werden.

Das Thema des Sektentums ist somit für jeden spirituell Suchenden eine Angelegenheit von größter Wichtigkeit. Charismatische Lehrer, die weder vor noch nach ihren eigenen Errungenschaften an ihrer emotionalen Reife gearbeitet haben, verpacken ihre spirituellen Gaben oft in verzerrte dynamische Lehren, die vielschichtige Nachahmungen co-abhängiger Familiensysteme erschaffen, bei denen der Lehrer die Elternrolle spielt und die Suchenden als seine Kinder mit ihm in Beziehung gehen.

Spirituelle Lehrer oder Lehren haben zu lange verleugnet oder transzendiert, dass der Zustand emotionaler Reife als Grundlage für wahre spirituelle Reife notwendig ist. Ohne solch eine Grundlage hat ein Lehrer vielleicht spirituell viel erreicht, seine fehlende spirituelle Reife jedoch erschafft zwangsläufig ungefährliche bis zerstörerische Co-Abhängigkeit zwischen sich und seinen Schülern oder Anhängern. Oftmals braucht es eine herkulische Anstrengung, sich aus dem Griff solcher Sekten zu befreien, weil die psychischen Abhängigkeiten so tief vergraben sind. Dadurch kann viel Schaden angerichtet werden.

In diesem Zusammenhang können Sektennetzwerke Menschen helfen, diese Tatsache zu erkennen und sich durch die schwierige Phase der Neuanpassung zu bewegen, bei der ihnen bewusst werden kann, wieviele versteckte krankhafte Muster sie dazu brachten, so viel Macht auf den Lehrer zu projizieren, dass er sie verletzen konnte. Mit diesen Webseiten gibt es aber ein Problem: jeder kann an ein beliebiges Sektennetzwerk schreiben und sagen, was er will. Außerdem ermöglichen diese Netzwerke weder eine Gegendarstellung noch überprüfen sie irgendwelche Fakten. Diese Webseiten gehen einfach davon aus, dass jeder, der sich geschädigt 'fühlt', auch wirklich geschädigt ist und es deshalb verdient, einen Platz für seine Klage zu bekommen. Oder sie glauben, dass die dargestellte Meinung richtig und die der Beschuldigten falsch sein müsse. Da aber viele Sekten Menschen tatsächlich Schaden zufügen, besteht die Notwendigkeit, Theohumanity von ihnen abzugrenzen.


Theohumanity versucht nicht, Schüler anzuwerben oder zu halten: im Gegenteil, wir geben uns große Mühe sicherzugehen, dass Menschen nicht in etwas eintreten, was nicht gut für sie wäre, wenn sie noch nicht bereit dafür sind. Das ist diametral entgegengesetzt zu einer Sekte, die per Definition versucht, Menschen anzuwerben und zu halten. Dass irgendjemand denken könnte, wir wären in diesem Sinne eine Sekte, ist buchstäblich fern jeder Wirklichkeit.

EBE oder Emotional Body Enlightenment (dtsch.: Emotionalkörper-Erleuchtung) ist das Dharma eines Drittels von Theohumaniy, des Paradigmas vom menschlichen Herzen. Dieses eine Drittel erforscht die narkotisierende Wirkung kulturell anerkannter Betäubungsmittel, die das menschliche Herz ersticken und klein halten. Folglich ist es EBE, auf den der Begriff 'Sekte' angewandt wird. Die Erleuchtung des Emotionalkörpers ist eines der schwierigsten und rigorosesten Vorhaben, dem sich ein Mensch unterziehen kann, da EBEs Sichtweise, wie wir unbewusst an den von krankhaften Mustern durchtränkten Vereinbarungen in Familien und Liebesbeziehungen in Co-Abhängigkeit festhalten, so unerbittlich ist. Die Auflösung dieser von unseren Wunden stammenden Vereinbarungen ist zum Verzweifeln schwierig, und nur wenige erreichen deshalb das Ziel.

Als Begründer von Theohumanity hege ich keine falschen Hoffnungen darüber, wie dieses Paradigma auf dem Planeten Erde empfangen wird. Da sich Menschen in ihren Konditionierungen und anderen Paradigmen nun einmal häuslich niedergelassen haben, fühlt sich vermutlich weniger als ein Prozent des Planeten überhaupt von dem Begriff Emotionalkörper-Erleuchtung angezogen. Über tausend Menschen hatten seit dem Beginn von EBE vor beinahe zwanzig Jahren eine Einführung in seine Grundlagen. Wegen der Wucht der planetarischen Bewusstseinsformen und fast ausschließlich wegen der Unfähigkeit der Menschen, aus familiären und intimen Co-Abhängigkeiten auszubrechen, waren weniger als zweihundert fähig, innerhalb des Dharmas an einen Punkt zu kommen, an dem der halbe Weg durchschritten ist.

Bis Juni 2008 gab es unter diesen Tausend, die in EBE eingeführt wurden, ungefähr ein Dutzend, die EBE oder mich persönlich nicht für gut empfunden haben und deshalb im Streit weggingen. Vier von diesen Zwölf betreiben heute aktiv Kampagnen in Blogs und auf Sektenwebseiten gegen die scheinbaren Gefahren im Umgang mit Theohumanity. Dieser Prozentsatz mag zu klein erscheinen, um sich damit zu befassen, und mir wurde geraten, nicht darauf einzugehen: es würde sozusagen nur Öl ins Feuer gießen, wenn ich darauf antworten würde. Es kann einfach keine Lösung geben, wenn Menschen sich nicht auf einen Maßstab bei der Wahrnehmung ihres Bewusstseins einigen können. Aber diese Vier sind alles wunderbare Menschen, die natürlich das Recht haben zu sagen, was sie wollen. Ihre Anklage entspringt zwar einer Opferhaltung, muss jedoch ernst genommen werden: nirgendwo anders als auf dieser Webseite können ihre Aussagen widerlegt werden. Mit meiner Antwort würdige ich sie; jemanden zu missachten gehört in meiner Welt dem Gedankengut alter Paradigmen an und beruht nicht auf der Liebe, die ich für sie empfinde und meiner Hingabe, die ich immer für die größte und gesündeste Form von ihnen haben werde.

Wer diese Anklagen gelesen hat, sollte Tatsachen kennen, die niemals in einem Sektennetzwerk dargestellt werden: keiner dieser ungefähr Zwölf, die Vier eingeschlossen, ist jemals über den Punkt hinausgekommen, an dem der halbe Weg in EBE - so wie es sich bis heute entwickelt hat - durchschritten war. Einer davon ist nicht einmal über die ersten zehn Prozent hinausgekommen. Einer hat bis zu diesem Schreiben sogar weiter Inhalierungsdrogen benutzt, um der Verantwortung zu entkommen, ein Bewusstsein zu haben. Alle Vier teilen den gleichen Widerstand gegen die Auseinandersetzung mit den in Familien und intimen Beziehungen bestehenden Krankheitsmustern, die durch keine ihrer momentanen Heilungsparadigmen beleuchtet und erkannt werden, wie auch gegen den Begriff der strengen Liebe (engl.: tough love), der so sehr Teil des EBE-Dharmas ist. In dieser Hinsicht sehen sie in EBE eine Sekte, deren Besteben es sei, Familien und Beziehungen auseinander zu bringen und die versuche, das Leben von Menschen mit Hilfe strenger Liebe zu 'kontrollieren'.

Aber nur ein zutiefst verwundeter Abhängiger hat Widerstand gegen strenge Liebe; nicht so tief verwundete Abhängige können in strenger Liebe die angebotene Hilfe erkennen. Nur zutiefst verwundete Abhängige glauben bei jedem, er versuche, sie zu 'kontrollieren', da sie den Gebrauch irgendwelcher Drogen, die sie zur Aufrechterhaltung ihres stategischen Lebens benötigen, rechtfertigen wollen. Folglich erleben nur Abhängige strenge Liebe als Opfer, da sie glauben, sie hätten ein Recht, sich schlecht behandelt zu fühlen, wenn sie in ihrem Drogenkonsum nicht unterstützt werden, sei diese Droge nun Pornographie, Marihuana oder eine co-abhängige Beziehung.

Im Gegensatz zu psychologischen Therapien bietet EBE in seinem Dharma kompromisslos und unerschrocken an, dass unbewusste Krankheitsmuster, die co-abhängige Familien- und Intimitätssysteme infizieren, und der Gebrauch von Drogen aller Art tatsächlich beendet und geheilt werden können, da sich ihre unbewussten Wurzeln im Emotionalkörper befinden, dessen Aufbau allerdings bis jetzt nicht sichtbar war. Wenn diese Bemühung Familien und intime Beziehungen auseinanderbringt - und diese Möglichkeit besteht - dann gab es in diesen Systemen zu viel krankhafte Muster und zu viel Widerstand gegen ihre von Wunden herrührende Grundlage, als dass sie sich hätten verändern können. Deshalb gingen sie verloren. Wer in EBE bleibt, erfährt die Basis der strengen Liebe, die Beziehungen in Frage stellt, IMMER als eine Methode, die sie letztendlich von unbewussten, durch Wunden hervorgerufene Anhaftungen befreit hat. Niemals hat es hier eine Ausnahme gegeben, keine einzige in zwanzig Jahren.

Im Laufe der Jahre hat EBE außerdem erfahren, dass die Enneagrammpunkte Fünf und Neun - wegen der Art, wie sie unwissentlich emotionale Wirklichkeit innerhalb des Mentalkörpers verarbeiten - nahezu unfähig sind, jemals auf dem emotionalen Grund anzukommen, auf den EBE hindeutet. Trotzdem sind sie in der Lage, EBE zu verstehen und mental sehr gut zu lehren. Die vier Leute, die EBE im Streit verließen, taten dies aus ihrem Widerstand gegen das Bild einer gesunden Beziehung und gegen die Notwendigkeit strenger Liebe; sie waren auch überwiegend Fünfer und Neuner, (wobei auch Sechser und Siebener mit diesen Schwierigkeiten zu tun haben). Der traurigste Fall ist eine Therapeutin, eine Fünf im Enneagramm, die von sich behauptet, 'erwacht' zu sein. Sie rechtfertigt ihr hartes Urteil über EBE mit der Aussage, ihre persönlichen astrologischen Merkmale würden zeigen, dass sie nicht tief und wirkungsvoll mit Emotionen arbeiten müsse.

Die Vier, die am aktivsten in Blogs und Sektennetzwerken Kampagnen gegen die angeblichen Gefahren von EBE betreiben, sind tatsächlich alle Fünfer oder Neuner. Zwei davon sind sogar Fünfer in einer intimen Beziehung mit einer Neun: das schließt den Kreis ihres Bewusstseins vollständig, da sie sich gegenseitig die jeweilige Realität des anderen bestätigen. Einer von ihnen ist ein ehemaliger Facilitator, der Menschen, mit denen er früher arbeitete, wirklich großen Schaden zugefügt hat, da er Emotionen durch seinen Mentalkörper bewegte. Deshalb war in der Zeit nach ihm viel Rehabilitationsarbeit nötig, diesen Menschen zu helfen, so dass sie erkennen konnten, was Emotionen sind und wie sie sie in gesunden Bereichen fühlen und heilen können. Durch meinen blinden Fleck gab ich ihm die Macht, Menschen so etwas anzutun: zu dieser Zeit konnte ich mir einfach noch nicht vorstellen, dass Menschen fähig sind, Emotionen so allumfassend durch ihren Mentalkörper laufen zu lassen und deshalb bei der Verkörperung emotionaler Heilungsdynamiken großen Schaden anrichten. In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass das besonders auf Menschen mit den Enneagrammpunkten Fünf, Sechs, Sieben und Neun zutrifft.

So gesehen ist die Freiheit natürlich echt, die diese Menschen so preisen, wenn sie sie - befreit von EBE - endlich fühlen: es ist die 'Freiheit' eines auf Wunden aufgebauten strategischen Selbst, voller Erleichterung, dem unerbittlichen Mikroskop entronnen zu sein, durch das EBE unterdrückte Verwundungen und Strategien sieht. Wie die Suche nach Selbstachtung gleichzeitig der Beweis für ihren Mangel ist, ist die Suche nach Freiheit, das Gefühl, sie endlich erlangt zu haben oder das ständige Bedürfnis, sie sich bestätigen zu müssen, immer auch ein Beweis für ihren empfundenen Mangel.

Nach wirklicher Freiheit kann man nicht suchen und man kann sie nicht erlangen: sie ist der Seinszustand für alle Wesen zu allen Zeiten, ob sie das nun leugnen oder nicht. Nur wer einer illusionären Form der Freiheit anhängt, glaubt, sie könne durch ein Tun erlangt werden. So gesehen wäre ein Mensch, der eigentlich frei ist von dem, was er eine Sekte nennt, nicht so darauf erpicht, sich das ständig bestätigen zu müssen; er hätte auch nicht das Gefühl, jeden daraus 'erretten' zu müssen. Jemanden aus EBE 'erretten' zu wollen bis hin zu dem Bedürfnis, einen Blog zu veröffentlichen, bedeutet nur, dass diese Person die anderen für so dumm hält, dass sie es nicht von sich aus herausfinden können. Und doch sind es genau diese Menschen, die sich selbst sagen, sie würden nur aus 'Liebe' zu den Menschen so handeln.

Es bricht mir persönlich das Herz, denn sie alle sind gute Menschen. Ich habe sie in den Jahren ihrer EBE-Arbeit näher kennengelernt, mit Ausnahme des einen, der nicht einmal zehn Prozent des Dharmas gemacht hat, weswegen er nicht glaubwürdig sein kann. Selbst wenn sie über mich namentlich alles mögliche sagen, kann und werde ich niemals etwas über sie sagen und ihre Namen dabei nennen, da ich die Schweigepflicht als Facilitator gegenüber einem Facilitanten achte und ich keine Probleme darlegen werde (obwohl ich es könnte), die ihre Opferhaltung absolut erklären würden.

Wie sehr das Paradigma auch immer versucht hat, ihnen zu helfen, sie haben das, was sie im Kontext ihrer unbewussten Stauungen mit Autoritätsthemen als einige meiner persönliche Fehler wahrgenommen haben, benützt, das Paradigma zu verteufeln mit Einsichten ihres Mentalkörpers, der niemals das Wesentliche dieses Paradigmas verstanden hat. Nicht, dass sie Unrecht hätten mit dem, was sie als einige meiner eigenen Probleme sehen; aber das, was sie ihrer Wahrheit nach wirklich gesehen haben, ging wegen ihrer eigenen Blockaden weit über deren tatsächliches Ausmaß hinaus. Ich habe alle ihre Überlegungen ernst genommen, auch wenn ich wusste, dass sie wegen ihrer eigenen Themen übertrieben waren und habe sie mit Hilfe von EBE bearbeitet. Ihre vorherrschenden Bewusstseinsformen erlauben es ihnen aber auch hier nicht, diese Tatsache zu sehen.

Sie waren in ihrem EBE an einem Punkt angelangt, an dem ihnen gesagt wurde: 'Wir können dir nicht mehr länger dienen, wenn du deine Droge leugnest.' Einige wurden deswegen wütend und fühlten sich 'rausgeworfen'. Ich überlasse es dem Leser herauszufinden, dass jeder, der wütend darüber ist, 'rausgeworfen' worden zu sein, erst einmal den Wunsch haben musste, 'drin' zu sein, sonst wäre er ja nicht wütend darüber, 'rausgeworfen' worden zu sein. Warum also würde man genau das Paradigma verteufeln, in dem man 'drin' sein wollte? Doch nur, weil das Paradigma es einem nicht erlaubt, sich in sektenartiger Weise daran festzuklammern. Aber anstatt diesen offensichtlichen Widerspruch in ihrem eigenen Bewusstsein zu sehen, betrachten sie sich als Opfer von EBE und rufen 'Sekte', wenn es doch ihre eigene Überanhaftung war, nämlich 'drin' sein zu wollen, die überhaupt erst die 'Sekten'-Dynamik erschuf.

In anderer Hinsicht jedoch sind die Blogs, die auf solche Weise versuchen, Gift über das Paradigma im allgemeinen und mich im persönlichen zu verbreiten, für Theohumanity äußerst hilfreich. Sie dienen nämlich dazu, die Menschen von vorneherein auszuschließen, denen wir sowieso nicht dienen könnten. Das erspart ihnen, eine Sackgasse einzuschlagen, denn nur ein extrem gestautes Bewusstsein würde etwas glauben, das in diesen Blogs steht, ohne das Paradigma persönlich zu erforschen. Außerdem dienen sie dazu, den Namen EBE und Theohumanity zu verbreiten und hinaus in das Bewusstsein des Planeten zu bringen. Da der Widerstand prozentual so gering ist, hat es keine Bedeutung, dass der Inhalt so negativ ist; und solch ein Verhalten, das in das Bild bestimmter Bewusstseinskategorien passt, kann EBE ohne weiteres vorhersehen.

Theohumanity möchte einfach, dass jeder es für sich selbst herausfindet, und versucht nicht, jemanden zu erretten oder von seinem Angebot zu überzeugen. Ich schreibe das nicht, um dich, den Leser, von irgendetwas zu überzeugen: du kannst für dich selbst entscheiden, was für dich wahr ist. Ich lade dich, ein Kind des Mysteriums und des Schöpfers, stattdessen ein zu entscheiden, welche Wahrheit dem, was du LIEBE nennst, so dient, dass du die Richtigkeit darin fühlst und GLEICHZEITIG zu erforschen, ob das, was deinem Gefühl nach wahr und richtig ist, möglicherweise eine Verzerrung der Wirklichkeit sein könnte, die auf unbewussten Wunden beruht.

Theohumanity als Paradigma und ich als Mensch machen genau das: wir stellen unsere eigenen Wahrheiten ebenso unnachgiebig und tiefgreifend in Frage wie die Wahrheiten anderer Paradigmen. Keine Sekte stellt jemals ihre eigenen Wahrheiten in Frage. Genau das macht eine Sekte zu einer Sekte, ob sie nun eine Familie ist, eine Beziehung, eine religiöse Organisation, ein Glaubenssystem, eine Regierungsform oder eine Gruppe, die einem Guru folgt, der zwar behauptet, das Ego sei eine Illusion, aber gleichzeitig in egoistischer Weise noch immer transzendentalem Nichtanhaften verhaftet ist.

Unter Berücksichtigung all dessen ist eine wesentliche Lehre von Theohumanity, dass man niemals spirituelle Reife erlangen kann, ohne zuerst emotionale Reife entwickelt zu haben. Nur emotional reife Menschen, die einen echten Heilungsweg für Kindheitswunden gefunden und durchlaufen haben, sind für wahres spirituelles Streben qualifiziert. Diese Menschen können auch ohne weiteres die auf Schatten beruhenden Energien der Co-Abhängigkeit in spirituellen Sekten jeder Art erkennen. Keine traditionellen oder modernen Paradigmen psychologischer oder religiöser Art können das leisten, weder spirituell-buddhistische aus dem Osten noch religiöse aus dem Westen, da keines dieser Paradigmen jemals die Vorrangstellung des menschlichen Emotionalkörpers oder seinen Aufbau gesehen hat. Statt dessen ordnen sie den Emotionalkörper dem Mentalkörper unter, sehen ihn als etwas, das man ohne Heilung annehmen muss oder lehren, das Bedürfnis nach Heilung müsse von vorneherein transzendiert werden. All das sind grobe Fehler eines pseudo-spirituellen Reduktionismus.

Spezifische Verwundungsmuster aus der Kindheit stehen also in Wechselbeziehung mit der suchterzeugenden und co-abhängigen Weise, wie wir von religiösen und spirituellen Lehrern angezogen werden. Diese Wunden sind immer unbewusst, sowohl für den Lehrer als auch für die Schüler oder Anhänger. In einer echten Sekte werden auf diese Weise die Eltern-Kind-Dynamiken, die von Co-Abhängigkeit herrühren, durch den emotional ungeheilten Anhänger und den emotional ungeheilten Lehrer wiederholt, das für beide zerstörerische oder zumindest entwicklungshemmende Folgen hat. Das geschieht selbst dann, wenn die Einsichten des Lehrers wirklich scharfsinnig sind oder die Lehre wahren spirituellen Grundsätzen entspricht.

Kurz gesagt lehrtTheohumanity, dass unbewusste Wunden im Emotionalkörper, die emotionale Unreife in erleuchteten Lehrern erschaffen und aufrechterhalten, immun sind gegen die Versuche, sie auf klassisch buddhistische Weise zu transzendieren und/oder anzunehmen. Trotz der Beteuerungen des heutigen Buddhismus, gleichgültig welcher Richtung, er habe sich in seinen paradigmatischen Anschauungen über die Jahrtausende hinweg entwickelt, ist das immer noch das Herzstück seiner grundsätzlichen Unvollständigkeit und Verzerrung. Im Buddhismus wird es niemals Klarheit geben über die tatsächliche Beschaffenheit nondualer Erleuchtung und deren Beitrag zu einem reifen spirituellen Leben, solange er die drei Irrtümer in seiner Lehre nicht erkennt: dass das Ich-Bewusstsein eine Illusion sei; dass die Transzendenz der dualen Welt zwangsläufig zur Erleuchtung führe; und dass er auf unangemessene Weise den Emotionalkörper dem Mentalkörper zuordnet.

Ein weiteres wichtiges Element einer Sekte ist der Glaube, der Lehrer oder die Lehre besäße irgendeine Art Absoluter Wahrheit oder Endgültiger Weisheit. Nichts davon ist irgendeinem menschlichen Wesen möglich, gleichgültig wie sehr man vom Strahlenden Transzendentalen Sein überstrahlt wird oder nach einem buddhistischen Erleuchtungsmaßstab erleuchtet sein mag. Theohumanity vertritt keine derartige Ansicht, es hat seine eigene Lehre nie als etwas Absolutes angesehen. Es lädt lediglich Menschen dazu ein, einen Blick hineinzuwerfen und hineinzufühlen in das, was es als seine Wahrheiten anbietet, damit sie eine greifbare Erfahrung machen können, die sich selbst auf ihre Richtigkeit überprüft und auf keinerlei Glauben beruht. Als Lehrer von Theohumanity hafte ich nicht meiner eigenen Lehre an, kann ich mit all der Leidenschaft meines Wesens und ohne falsche Bescheidenheit dafür einstehen und bin gleichzeitig bereit, sie in jedem Augenblick im Feuer dessen, was möglicherweise wirklich und wahrhaftig die Wahrheit ist, zu Asche werden zu lassen.

Da Theohumanity alle auf Glauben beruhende Lehren auf diese Weise herausfordert, kann es selbst unmöglich eine Sekte sein. Bei Theohumanity gibt es keinen Zwang dazuzugehören, keine Versuche, Anhänger oder Mitglieder anzuwerben, keine Organisation, der gegenüber man sich loyal zeigen muss, keine glamourösen Elemente in der Präsentation der Lehre, keine Gemeinschaft oder Kultur, durch die Lieblingsschüler herangezüchtet werden, und niemals sexuelles Fehlverhalten zwischen Lehrer und Schüler. All das sind Merkmale, die zu einem gewissen Grad bei einer Sekte vorhanden sind.

Theohumanity bietet also den radikalen Weg an - EBE genannt - der sich selbst auf seine Richtigkeit überprüft und mit dessen Hilfe wir emotionale Reife erlangen können. (Keine buddhistische Lehre in der Geschichte hat so etwas jemals angeboten, wegen ihrer paradigmatischen Unfähigigkeit, solch einen Weg zu einem wesentlichen Teil ihrer Weltsicht zu machen.) Jemand mit einer versteckten oder offenkundigen Suchtdynamik, der sich von Theohumanity angezogen fühlt, wird somit aus Theohumanity hinausfallen, denn er muss an seinen von Wunden hervorgerufenen Projektionen auf seinen Lehrer festhalten, während er aber gleichzeitig die Fusion mit diesen Projektionen und mit seiner Ablehnung als Freiheit missversteht. Oder aber er wird diese Themen - jede Anhängerschaft mit eingeschlossen - in EBE heilen. Theohumanity hat mit anderen Worten seine eigene innere Dynamik, die jeden sektenähnlichen Inhalt oder Zusammenhang korrigiert. Sekten besitzen immer offensichtliche und/oder versteckte Dynamiken, durch die das Selbst entmachtet wird. Im Gegensatz dazu erschafft Theohumanity mit seiner Lehre, dass nur emotional reife Menschen spirituelle Reife hervorbringen können, eine emotional reife Ermächtigung und Differenzierung im Selbst seiner Schüler. Dadurch ist es ihnen nicht mehr möglich, ein idealisiertes Elternteil auf einen Lehrer zu projizieren und als Folge zu seinem Anhänger zu werden. Darum nämlich geht es unausgesprochen bei jeder sektenartigen Anhängerschaft zu einem Lehrer.

Nur weil Theohumanity wagt, solche Dinge ohne falsche Zurückhaltung anzubieten, wird es noch nicht zu einer Sekte: wem nicht gefällt, was dieses Paradigma anzubieten hat, ist eingeladen, bei dem zu bleiben, was er gerade tut! Wer sich der Richtigkeit seiner eigenen Weltanschauung wirklich sicher ist, würde einfach das, was er an Theohumanity für unsinnig hält, achselzuckend abtun. Nur wer sich seiner Glaubenssysteme zutiefst unsicher ist, würde sich durch die Lehre oder Kritik von Theohumanity beleidigt oder verletzt fühlen und so weit gehen, von einem Opferstandpunkt aus dagegen zu kämpfen.

Ketzer oder Sekte genannt zu werden, nur weil man etwas Neues anbietet, das nicht dem vorherrschenden Glaubenssystem entspricht, hätte im finsterer Mittelalter sein Ende finden müssen. Es offenbart nur die Überanhaftung, die jemand an ein früheres Paradigma hat, das - wie es beim Buddhismus der Fall ist - Überanhaftung kritisiert. Theohumanity fühlt sich niemals durch eine andere Lehre oder durch deren Kritik beleidigt oder verletzt; es bietet lediglich die Auffassung an, dass der Buddhismus, wie alle anderen spirituellen Paradigmen, in dem Ausmaß mit harmlosen oder schwerwiegenden Verzerrungen und Sektendynamiken infiziert ist wie seine erleuchteten Lehrer emotional unreif bleiben. Jeder muss seinen eigenen Weg finden für das, was er als wahr empfindet; deshalb sollte jeder diese Auffassung ablehnen, wenn sie unwahr für ihn klingt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Theohumanity nur folgendes anbietet: wer Theohumanity als Sekte sieht oder sogar sagen würde, dieser Artikel sei sektenartig; wer die Lehre nicht für sich selbst erforscht oder die Möglichkeit untersucht, dass seine Schwierigkeiten mit dem Paradigma von emotionalen oder spirituellen Wunden kommt; wer stattdessen aus der Ferne fehlinformierte Urteile abgibt, ohne eingehender zu prüfen, wie sehr Theohumanity seine Überanhaftung an ein momentanes Glaubenssystem bedroht; der wird auch nicht in Erwägung ziehen, dass das, was er kritisiert, eventuell ein sich selbstüberprüfender Weg für seine eigene emotionale Heilung und spirituelle Reife sein könnte und damit ein echterer Zugang zur Liebe und zum Licht, woraus auf mysteriöse Weise alles und nichts (engl.: everything and not-thing) gemacht ist.



daniel

 

 

 

© Daniel Barron, Alle Rechte vorbehalten
Keine Seite dieser Website, weder in Auszügen noch in vollem Umfang,
darf ohne die ausdrückliche Zustimmung von Daniel Barron oder dem Project Theohumanity kopiert werden.