EBE oder Emotionalkörper-Erleuchtung (im engl.: Emotional Body Enlightenment) ist eine rigorose spirituelle Praxis zur Erleuchtung des menschlichen Emotionalkörpers. Es ist weder eine Technik noch eine Psychotherapie, obwohl es in seinem Dharma den Schatten der menschlichen Psyche direkt konfrontiert und die Kriterien für psychoemotionale Reife neu definiert. EBE ist eine langfristiger und extrem schwieriger Prozess, in dessen Verlauf die von Verletzungen hervorgerufenen energetischen und emotionalen Schichten aufgelöst und transmutiert werden, die sich sekundär und künstlich, in Form fühlender Wesen, über unsere innewohnende Gutheit gelegt haben. Dies geschah, weil die Kulturen, die uns prägten, in ihrem Verständnis dessen, was Kinder für ihre emotionale Gesundheit von Eltern wirklich brauchen, voll Missverständnissen und krassen Irrtümern stecken.

Diese künstlichen Überlagerungen lassen eine strategische Version von uns selbst entstehen, die als solche wieder dekonstruiert werden muss, wobei wir langsam und mühevoll all die Aspekte unseres Lebens wegschmelzen, die bis zu ihrer Heilung unweigerlich von unauthentischen Wesenszügen durchzogen sind.

EBE bietet auch an, dass der Kern unserer Verletzungen aus der Kindheit nicht etwa durch unterdrückte Traumata, Vernachlässigung oder Missbrauch im Verhalten derer, in deren Obhut wir standen, entsteht, sondern aus unserem Unvermögen, den Schmerz darüber emotional zu verdauen, dass wir als Kinder nicht fühlen konnten, dass diejenigen, die sich um uns kümmerten, fühlen, was wir fühlen, während wir es fühlen. Ein Kind kann die beständige, abwehrfreie Offenheit seines Herzens nicht aufrecht erhalten, wenn nicht seine Eltern die Stauungen im eigenen Emotionalkörper geheilt haben, ehe sie Kinder bekamen.

Laut EBE verfestigt sich der Schmerz darüber, dass wir, während wir aufwuchsen, nicht die Möglichkeit hatten zu fühlen, dass unsere Eltern fühlen wie wir fühlen, in Form der universellen Subpersönlichkeiten Schmerz, Angst, Wut, Kontrolle, Depression, Scham, Urwertlosigkeit, Horror vor dem Sein sowie dreier begleitender Abwehrstrukturen, deren Einheit EBE das Strategische Selbst nennt.

EBE lehrt, dass das Strategische Selbst ein falsches Selbstbild annimmt, das wir dann mit unserem eigentlichen Selbst verwechseln. Damit wahre Transmutation und nicht nur eine Verbesserung des eigenen Selbst stattfinden kann, ist es erforderlich, dass das Strategische Selbst seine lebenslangen Anstrengungen aufgibt, Schmerz zu vermeiden und nach Glück zu streben, so dass ein Weg beschritten werden kann, der dem Schmerz begegnet und der die Echtheit sucht.

In diesem Prozess taucht allmählich eine gesündere Instanz auf, die mit den verletzten Subpersönlichkeiten Schmerz, Angst, Wut, Kontrolle, Depression, Scham, Urwertlosigkeit und Horror vor dem Sein eine Beziehung aufbaut, sie liebt und sie dadurch zu Verletzlichkeit, Vertrauen, Gewissheit, Management, Risikobereitschaft, Selbstannahme, Innewohnender Gutheit und Innewohnendem Sein heilen lässt. Diese Instanz ist das Oberhaupt für die Familie der Subpersönlichkeiten (engl. Head of Household, HoH).

Das Strategische Selbst hält ein System von Süchten und Medikamentierungen (Maßnahmen zur Betäubung unerwünschter Gefühle) für uns bereit. Dabei handelt es sich nicht nur um die bekannten Formen wie Alkohol, Drogen, Co-Abhängigkeit oder zwanghaftes Verhalten, Themen, die auch die meisten Therapien aufgreifen, sondern auch gesellschaftlich anerkannte Aspekte des Lebens wie intellektuelle Fähigkeiten, Ehen, intime Beziehungen, berufliche Erfolge, das Ausüben religiöser und spiritueller Praktiken sowie Freund- und Bekanntschaften können unbewusst als Medikation zur Überdeckung echter Gefühle eingesetzt werden.

Im Prozess von EBE entdecken wir eine völlig neue Grundlage, auf der wir Liebe definieren und erfahren und somit auch, wie man mit sich selbst, mit anderen und mit Gott Liebe erfährt und lebt. Ohne einen echten Kern an persönlichem Selbstwert sind wir für immer von der Erfahrung des vollen Spektrums und der wahren Tiefe der unzähligen Schwingungsebenen ausgeschlossen, über die Liebe sich ausdrückt. EBE vertritt dazu, dass dieser echte Kern mit Hilfe geläufiger psychologischer Weltbilder, therapeutischer Methoden oder spiritueller Arbeit nicht zu erlangen ist.

Aus spiritueller Perspektive manifestiert sich diese Selbstliebe emotionalen Ur-Wertes als endgültiges Aufblühen unserer ersten drei Chakren. EBE vertritt dazu die Haltung, dass diese Öffnung bei traditionellen und modernen spirituellen Lehrern bisher noch nie stattgefunden hat, weil herkömmliche spirituelle Weltbilder das Wesen des persönlichen Selbst oder des Ego für etwas Niedriges halten. Theohumanitas lehrt, dass das persönliche Selbst echt ist und in vollem Maße bewohnt werden kann, und dass sich seine unbewusste Maske in diesem Prozess heilen lässt.

Solange unsere spirituellen Paradigmen sich nicht dahingehend verändern, dass sie die Notwendigkeit zur Heilung und nicht nur zur Transzendenz des Egos anerkennen und einbeziehen, - wobei sehr viel strengere Kriterien anzulegen sind als die in Psychologie und westlichen spirituellen Weltbildern des New Age bisher üblichen -, wird kein spiritueller Lehrer oder Führer jemals den wahren Gipfel an Erleuchtung oder Gottesrealisation verkörpern können.

Dies wird dadurch verhindert, weil der Meister, Avatar, Weise oder Heilige weiterhin in seinem ungeheilten unbewussten Schmerz und seinen ungeheilten unbewussten Konflikten und Strategien verfangen bleibt, wobei Universelle Liebe und/oder der non-duale Aspekt Gottes oder des Bewusstseins strategisch dafür benutzt wird, eben dieses Verfangen sein nicht ans Licht kommen zu lassen.

Ohne EBE kann ein erleuchteter Lehrer nur sein Strategisches Selbst erleuchten und nicht sein noch unmanifestiertes Authentisches Selbst. Diese Erleuchtung des Strategischen Selbst führt zu all den Verzerrungen und unerleuchteten Verhaltensweisen, die erleuchtete Lehrer der Vergangenheit und Gegenwart, darunter auch Buddha, Yeshua und weitere bekannte Lehrer, immer an den Tag gelegt haben,

EBE ist die erste spirituelle Praxis für die Erleuchtung des menschlichen Emotionalkörpers in der Geschichte und daher nicht für jeden geeignet. Nur wer tief davon frustriert ist, dass Jahre oder Jahrzehnte psychologischer oder spiritueller Arbeit an der Heilung zentraler Themen ohne echtes Ergebnis geblieben sind oder wer aufrichtiges Interesse daran hat, seine Welt im wahrsten Sinne des Wortes von innen nach außen zu wenden, wird über die Entschlossenheit verfügen, um die Dekonstruktion der derzeitigen Persönlichkeitsthematiken und Manifestationen in seinem Leben ertragen zu können.

Nur so wird ein Emotionalkörper geschaffen, der gesund und ausgereift genug ist, dass er eine grundsätzlich neue Erfahrung von Leben, Liebe und ein eigenes, zutiefst authentisches Bewohnen der Welt ermöglicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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