Die auf die Schöpfung bezogene Heiligenschaft von Theohumanitas bezieht sich auf das Erlangen des ‚Ich Bin’-Bewusstseins von Unalismus, Liebe oder Einsseins-Einheit und zwar in der Form einer fast unbeschreibbar erweiterten Erfahrung von Liebes- und Glücksschwingungen, die auf dem Erlebnis von Inhalten beruhen. Dies bezieht die Erforschung der mehrschichtigen Bandbreite Supraphänomenalen Bewusstseins und Supraphänomenaler Wesen jenseits der weltlichen Wahrnehmungen – die durch die sechs Sinne des menschlichen Körperverstands (Sehen, Riechen, Berühren, Schmecken, Hören, Gedanken) erschaffen werden - mit ein. Das Erlangen des ‚Ich Bin’ kann durch das schrittweise Öffnen des siebten Sinnes (das dritte Auge oder sechste Chakra) unterstützt und in Gang gebracht werden. Das dritte Auge öffnet sich durch Jahre der Ausübung der Kontemplation der Stille.
Anders als viele der buddhistisch beeinflussten Paradigmen sieht Theohumanitas die mehrschichtigen Ebenen Supraphänomenalen Bewusstseins und Supraphänomenaler Wesen – die diejenigen sehen, die ihr drittes Auge geöffnet haben – im Vergleich zur Wahrheit des Nondualen nicht als unwirkliche Projektionen des Körperverstandes („bodymind“) oder Unsterblichkeitsprojektionen an. Diese Schichten des Bewusstseins und Seins sind ebenso real wie das Phänomenale und Nonduale. Es sind Existenzebenen, die von fühlenden Wesen und energetischen Valenzen bevölkert werden, die in Vibrationsfrequenzen weniger dichter Reiche schwingen, als die der dichten Erde.
Durch das Erlangen des Bewusstseins des ‚Ich Bin’ – das am Ende eines langfristigen Prozesses und Erforschens steht – brauchst du das Leben nicht mehr dafür, dir einen Sinn zu geben, da du und das Leben der Sinn und die Bedeutung seid. Das Leben fließt durch dich hindurch, statt dass du durch das Leben gehst. Anders als in der Weisenschaft - in der jegliches Empfinden eines übrig gebliebenen Selbstseins verloren geht – wird im ersten Vektor der Heiligenschaft die Angst existentieller Bedeutsamkeit herausgefordert und überwunden, man aber ein Empfinden des Selbstseins behält, auch wenn diese Form des Selbstseins im ‚Ich-Bin’-Unalismus der Liebesglückseligkeit unendlich ausgedünnt und verfeinert ist.
Obwohl das Einsseins-Liebes-Bewusstsein des ‚Ich Bin’ wirklich bedeutsam ist, so ist es doch die letzte Station eines Empfindens des Selbstseins, das in der Errungenschaft des Nondualen in der Weisenschaft verloren gehen muss. Dem ist so, weil der Bewusstseinszustand des ‚Ich Bin’ noch immer eine Erfahrung ist, noch immer ein ‚Selbst’, das eine Erfahrung hat – in diesem Falle die Erfahrung ‚Ich Bin Eins mit Allem’. Obwohl dies das erweitertste und ‚größte’ Selbst von Allem ist, was wir als Seele jenseits der Persönlichkeit erleben können, ist das ‚Ich Bin’ der Liebe noch immer eines, das entwicklungstechnisch gesehen weniger reif ist als das Erlangen des Nicht-Selbst. Wie Gautama uns lehrte, gibt es noch mehr zu durchschreiten, auch wenn das ‚Ich Bin’ eine entscheidende Phase der Bewusstseinsentwicklung ist, die das Ausweiten deiner Erfahrung des Persönlichkeits-Selbst in die Tiefen und Höhen deines Seelenbewusstseins mit sich bringt und auch die Vereinigung mit dem Einssein von allem und der Liebe, die in allem ist.
Wenn du die auf die Schöpfung bezogene Heiligenschaftspraxis zum Erlangen der Interessensbereiche und Erfahrungen des ‚Ich Bin’ hin vertiefst, triffst Du auf Themen wie Reinkarnation, Astrologie, Enneagram, Hellsichtigkeit, Seelenpartner, Channeling, chakrales/energetisches Heilen, die Geschichte dessen, was in den letzten Tagen Yeshuas in Judäa eigentlich geschah und natürlich den Zugang zu anderen Schwingungsbereichen des Bewusstseins. All diese Erfahrungen durchschreitest du, während du dich langsam für die Liebes-Glücksseligkeit des ‚Ich Bin’ öffnest. In Bezug auf diese Interessensbereiche bietet Theohumanitas sieben Hauptprämissen der schöpfungsbezogenen Heiligenschaft an:
- 1. Der Mensch wird von einer ständigen Quelle individuellen Seelenbewusstseins gespeist.
- 2. Es gibt kein essentiell Böses oder einen Satan, der mit Gott um unsere Seele ringt. Dies war immer nur ein Produkt prä-egoischer Realitätsverzerrungen.
- 3. Universelle Liebe kann jegliche Formen der Angst nur kurzfristig behandeln und sie nicht dauerhaft oder essentiell heilen. Und Vergebung kann niemals einen authentischen Pfad zu spiritueller Reife anbieten, da sie die Illusion von Opfertum legitimiert.
- 4. Der Allseins- oder Schöpfungsaspekt Gottes besteht aus zwölf Schichten des Seins, jede dichter als die vorangegangene. Der Zugang zu diesen Ebenen wird durch die Praxis vermittelt, die zum vollständigen Erblühen des sechsten Chakras führt, auf das wir uns traditionell als drittes Auge beziehen.
- 5. Kein menschliches Wesen, das jemals geboren wurde und geboren werden wird, ist von ihrer oder seiner eigenen Natur her mehr Gott als irgendein anderes menschliches Wesen.
- 6. Was die Freiheit des persönlichen Willens und was Schicksal genannt wurde, waren niemals widersprüchliche Begriffe. Beide sind ewiglich auf die menschliche Beschaffenheit anwendbar.
- 7. Ein individuelles Seelenbewusstsein geht durch mehrere inkarnative Kapitel individuellen Seins. Die hauptsächliche Aufgabe davon besteht darin, die drei von der Seelengeburt herrührenden Ängste zu heilen und erst dann der Gottesnatur unseres Seins wieder zu begegnen und sie zum ersten Mal zu verkörpern.
Im Bezug auf reinkarnative Prozesse bietet Theohumanitas folgende Prämissen an:
- * Die Re-inkarnation überschreitet bei Menschen keine grundlegenden Gattungsgrenzen.
- * Wir inkarnieren nicht bloß in dem, was wir den Planeten Erde nennen.
- * Es sind immer die Kinder, die ihre Eltern aussuchen.
- * Wir wählen bestimmte inkarnative Kapitel um bestimmte Themen der Heilung hervorzubringen, was auf homöopathischen Dynamiken beruht.
- * Wenn das, was wir Tod nennen eintritt, kehrt unser Seelenbewusstsein sofort auf die jeweilige Dichte-Ebene des Ursprungs zurück, von der aus es die Geburt der selbstreflexiven Reise begann.
- * Es gibt kein Karma auf die Weise, auf die es gelehrt wurde.
- * Sich an vergangene, reinkarnative Kapitel nicht erinnern zu können bedeutet nicht, dass es Reinkarnation nicht gibt.
Die Kontemplation der Stille ermöglicht das Öffnen deines sechsten Chakras, so dass der Zugang zu allen Supraphänomenalen Bewusstseinsebenen, die zwischen dem Phänomenalen und Nondualen schwingen, möglich wird. Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Geräuschen sondern eine sich immer weiter vertiefende, separate Präsenz. Wenn man sich für sie öffnet gewinnt sie an Substanz und man erlebt sie als Das, Was das Hören von Tönen und Geräuschen möglich macht. Die sich vertiefende Tiefe der Stille, die du erlangst, wird es dir somit ermöglichen immer subtilere Seinsfrequenzen zu erleben, die in jedem Moment ausgesendet werden und dieses dichte, Phänomenale Reich durchringen.
Das Strebe nach der Stille hat sowohl Valenzen des Yin, als auch des Yang. Im Sinne des Yang musst du aktiv danach streben, die Stille zu ‚hören’, dich dann aber zurücklehnen und sie im Sinne des Yin zu dir kommen lassen. Je mehr du dies tust, desto mehr wirst du die immer subtileren Aspekte des Bewusstseins wahrnehmen können, die Stimmen von Bäumen und Steinen, Tieren und Sternen. Auf diese Weise fängst du an in allen Dingen die Musik des Herzschlags Gottes zu hören, während sie und du sich im Tanz des Tao bewegen. Dies erhöht die Sensibilität in all deinen Sinnen und kreiert im täglichen Leben eine bestimmte Art der Friedfertigkeit, die auf keine andere Weise erlangt werden kann. Gegen Ende dieser Übung erweiterst du dann das Empfinden deines ‚Selbstseins’ in ein Netz der Einheit, des Einsseins und der Liebe, das das ‚Ich Bin’ ist.
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