Die auf den Schöpfer bezogene Heiligenschaft öffnet dein Herz und Bewusstsein für eine persönliche Grundlage einer energetisch umsetzbare Beziehung mit deinem Elternteil, dem Macher-Schöpfer Aspekt Gottes, dem Bewusstseinszustand des ‚Ich bin des Schöpfers’. Die Verkörperung davon eine völlig andere Realität ist, als nur das Wissen darum, dass du ein Kind des Schöpfers bist, wie es in auf Glauben basierenden Religionen vertreten wird.
Auf reife Weise in diese Fähigkeit hineinzuwachsen - was dir schließlich die Erfahrung vermittelt, tatsächlich zu fühlen, dass der Schöpfer dich fühlt - involviert das Öffnen der oberen Hälfte des vierten Chakras. Die Personenschaftspraxis führt zu dem verletzlichen Öffnen der unteren Hälfte des vierten Chakras, was dich auf einer persönlichen Basis des Seins nach innen hin zu dir und außen hin zu anderen öffnet. Dagegen führt die auf den Schöpfer bezogene Heiligenschaftpraxis zum Öffnen der oberen Hälfte des vierten Chakras, was dich auf einer Universelleren Basis des Seins nach innen hin zum Macher-Schöpfer Gott in dir und nach außen zu anderen hin öffnet. Sowohl Personenschaft als auch Heiligenschaft sind notwendig, um unser Herz auf jede mögliche Weise nach innen und außen hin zu öffnen, für die es geschaffen wurde.
Somit ist der einzige Zustand, der reifer ist als der des Nicht-Selbstes der Weisenschaft, der des ‚Ich Bin von Gott’ der auf den Schöpfer bezogenen Heiligenschaft. Diesen Meilenstein, den Theohumanitas anbietet, hat bisher noch niemand erreicht. Und dies ist nicht aus Anmaßung so gesagt sondern weil die Kriterien, um diesen Zustand zu erreichen, bisher noch nicht zur Verfügung standen. Man mag mit diesen Kriterien übereinstimmen oder sie ablehnen, dennoch bleiben sie neu und dies bedeutet, dass wir als Gattung bisher nicht fähig waren, den Zustand zu verkörpern, der durch diese Kriterien geschaffen wird, bis diesen Kriterien entsprochen wird und das Ergebnis durch Konsens bestätigt wird. Für einen solchen Bewusstseinszustand des ‚Ich bin des Schöpfers’, ist es erforderlich, vorher eine gesunde, auf emotionaler Reife basierende Personenschaft geschaffen zu haben, wofür wir bis jetzt noch keinen Weg hatten. Es erfordert auch, zuvor das Nicht-Selbst der nondualen Weisenschaft erlangt zu haben, was mit allen Projektionen eines Klammerns an ein Leben nach dem Tod, Unsterblichkeitsprojekten und Beziehungen mit dem Lebendigen Gott als dem falschen Gott der Erlösung, statt dem Wahren Gott als Wurzelquelle von uns und allen Dingen, aufräumt.
Im transzendental metaphysischen Sinne ist die Unfähigkeit zu sehen, dass dieses ‚Ich bin des Schöpfers’ sich von der Entwicklung her vom ‚Ich Bin’ unterscheidet der Grund dafür, warum selbst reine, Nondualistisch buddhistische Paradigmen fälschlicher Weise die Nondualität als den Gipfel menschlichen Bewusstseins sehen. Somit degradieren sie alle Auffassungen, die eine Art empfindenden Gott beinhalten als weniger reif als ihren Standpunkt, weil darin noch eine Dualität zwischen Selbst und einem anderen besteht, da die Seele sich dyadisch auf ein Ursprungs-Elternteil bezieht. Aber der Bewusstseinszustand des ‚Ich Bin’ ist einer des ‚Ich Bin aus Liebe (geschaffen)’, was weniger reif ist als ‚Ich Bin Nicht’, währen der Bewusstseinszustand des ‚Ich Bin des Schöpfers’ einer des ‚Ich Bin aus dem Schöpfer geschaffen’ ist.
In diesem Sinne ist das Erlangen der Bewusstseinsebene des ‘Ich Bin des Schöpfers’ eine Kombination der Liebes-Glückseligkeit, die auf der Ebene des ‘Ich Bin’ erlangt wird und dem, wie wir auf der Ebene des ‘Ich Bin Nicht’ keine Erfahrung machen sondern die Erfahrung uns macht. Wenn diese beiden Ebenen zu dem zuvor erlangten Selbstwert des gesunden ‚Ich’ der Personenschaft hinzugefügt werden, ist die Ebene der ‚Ich bin des Schöpfers’ die tiefste zugängliche Ebene für menschliche Wesen, die das dreifache Errungenschaftskriterium für die Erherzung vollendet. Der Mentalkörper kann dies im Sinne eines Umreißens der metaphysischen Basis einfach nicht fassen, bis es wirklich erlebt wurde - wie dies auf allen Arten und Bereiche von Konzepten zutrifft. Wir können Konzepte und metaphysische Landkarten nur auf der Grundlage von irgendwelchen vorherigen Erfahrungen machen, da die Erfahrung die Landschaft und das Konzept die Repräsentation dieser Erfahrung in Form einer Landkarte ist. Wir können nur dann eine Landkarte machen, wenn wir das Terrain in größerem Umfang erlebt haben, selbst wenn wir hochrechnende Projektionen machen, die nicht auf direkter Erfahrung beruhen, aber auf dem basieren, was wir bereits erlebt haben.
In der auf den Schöpfer bezogenen Heiligenschaft geht es um die Natur und Beschaffenheit von Gebeten und dessen was es bedeutet, eine energetisch reale und andauernde, persönliche Beziehung mit dem Macher-Schöpfer zu haben und was es bedeutet, Ihm die Resultate unseres Lebens gänzlich hinzugeben. Somit involviert dies ein Erforschen dessen, was für die Menschen bezüglich Seiner Natur und Beschaffenheit überhaupt erfahrbar ist.
Um dem Macher Aspekt Gottes begegnen zu können, mit Dem wir eine persönliche Beziehungsgrundlage haben können, müssen wir zuerst all die falschen Götter töten, die wir mit uns herumtragen. Die Präsenz eines falschen Gottes wird uns entsprechend daran hindern, in einer gesunden und energetischen Beziehung mit dem Lebendigen Schöpfer aller Dinge aufzugehen. In der Personenschaftspraxis lernen wir, dass unsere falschen Götter in diesem Bereich medikative Energien, Substanzen, Glaubenssysteme und Beziehungen sind, die unserem strategischen Selbstbild Kraft geben und es antreiben. Dies ist die erste Ebene falscher Götter, die wir töten müssen – was ein weiterer Grund dafür ist, warum wir zuerst zu einem bedeutsamem Maße die Personenschaft errungen haben müssen, um zur Heiligenschaft zu gelangen.
Es ist wichtig anzumerken, dass es natürlich möglich ist, dem Schöpfer zu begegnen, während wir mit falschen Göttern belastet sind, die unsere tieferliegenden Wunden überdecken: wenn das nicht wahr wäre, hätte keiner der emotional und existentiell unreifen Menschen in der Vergangenheit jemals eine Erfahrung des Macher Schöpfer Aspekts Gottes haben können, was nicht stimmt. Theohumanitas bietet lediglich an, dass wir zu dem Grad keine lebendige, anhaltende und wirklich gesunde, energetische und persönliche Beziehung mit Ihm haben können, zu dem wir noch bedeutsame Wunden im Emotionalkörper haben, die sich um die Wertlosigkeit des Selbst und das Abgespaltensein vom Selbst drehen, wie bereits dargelegt.
Nachdem dies gesagt ist, hier einige Beispiele für falsche Götter aus der Sicht von Theohumanitas: der falsche Gott von Koabhängigen sind Beziehungen; der falsche Gott von Asketen ist Selbstverleugnung; der falsche Gott von Religionsanhängern ist Gott als eine idealisierte Elternfigur und Schriften der Offenbarung; der falsche Gott von eingeborenen und animistischen Bevölkerungen ist Tradition und Ritual; der falsche Gott von Atheisten ist der Verstand und der Mentalkörper; der falsche Gott von Yogis ist Selbstbeherrschung; der falsche Gott buddhistischer, Nondualer Gurus ist die Nicht-Anhaftung; der falsche Gott wiedergeborener, evangelikaler Christen ist Jesus; der falsche Gott im Kurs der Wunder („A Course in Miracles“) ist Vergebung; der falsche Gott der Psychologie ist Kontrolle; der falsche Gott des Papstes ist sein eigenes, aufgeblasenes Selbstbild, egal wie demütig und fromm er (niemals sie) sein mag; der falsche Gott von Selbstmordattentätern ist selbst zerstörerische Rache und ein Platz im Paradies; der falsche Gott tibetanischer Buddhisten ist das Nirvana.... die Liste ist endlos. Was auch immer du in deinem Leben nicht bereit bist nicht zu haben, ist ein falscher Gott und die Ursache des Widerwillens wird immer in dem versteckten Quell deiner unbewussten Ängste und Emotionalkörperwunden gefunden werden, die automatisch deine Welt auf unsichtbare Weise lenken, bis ein Zugang zu ihnen geschaffen und sie geheilt werden.
Das Festhalten an jeglicher Auffassung dessen, was es deiner Meinung nach bedeutet viel erlangt zu haben, wird dich immer davon abhalten, eine lebendige und dauerhafte Beziehung mit dem Lebendigen Gott zu erschaffen. Dafür musst du dich nackt vor Es hinstellen, frei von allen Anhaftungen – die Anhaftung an Nicht-Anhaftung mit eingeschlossen. Der Mangel an der Bereitschaft oder die Unfähigkeit eben dies zu tun, ist der Grund dafür, warum eine tiefe und anhaltende, gesunde Beziehung mit dem Macher-Schöpfer seit jeher so schwer gewesen ist.
Wie bereits gesagt hat die Praxis der auf den Schöpfer bezogenen Heiligenschaft zwei Bewegungsarten: Gebete und die Hingabe all deiner Lebensresultate an Es. Dies konfrontiert, verarbeitet und heilt die dritte Seelenursprungsangst: die Angst davor, deine Macht und Kraft als unabhängiger Vertreter des Selbst mit einem eigenen Leben aufzugeben und dir zu erlauben ein Kind des Schöpfers zu sein, dessen Leben statt dessen Ihm gehört. Und dann zu lernen, diesen Zustand als ein permanentes Element des Bewusstseins zu verkörpern, innerhalb dessen du dann das ganze Leben als etwas erlebst, wo Gott in Beziehung mit Gott ist – Gott also immer und überall Gott ‚macht’. Dies qualifiziert dich für den Zugang zum Herzen deiner die Liebe erkennenden Heiligenschaft - einer Blüte, die erst dann vollständig und langfristig geöffnet sein kann, wenn du die dritte Seelenursprungsangst freigelegt und geheilt hast.
Im Bezug auf die Hingabe deiner Lebensresultate an den Schöpfer, müssen alle Menschen lernen, wie man auf gesunde Weise in den Manifestationsprozess seiner Lebensträume investiert. Ein bekanntes Sprichwort sagt ‚Wenn nicht du, wer dann? Und wenn nicht jetzt, wann dann?’. Aber die Form des strategischen Selbst der meisten Menschen bringt es mit sich, dass sie zu entmächtigt sind um ihre Träume zu manifestieren, weil sie zu große Angst haben dies zu tun. Sie träumen ihre Träume, haben aber zu sehr Angst, den notwendigen Preis dafür zu zahlen, damit sie wahr werden. Andere Formen des strategischen Selbst wiederum haben den Mut, Energie in den Versuch zu investieren, ihre Träume zu manifestieren. So lange aber der Emotionalkörper nicht geheilt ist, werden sie zu sehr in diese Manifestation investieren, um sich dadurch auf strategische Weise Selbstwert zu verschaffen. Somit werden sie die Manifestation des Traumes für eine positive Reflektion auf ihr Selbstbild nutzen oder um dadurch die Anerkennung und Bewunderung anderer zu erlangen. In diesem Fall wird die Manifestation der Träume als Kompensation für eine unbewusste, geringe, innere Selbstachtung genutzt, da die äußeren Errungenschaften das Selbstbild aufpolieren.
In der Personenschaft lernen wir also, auf gesunde Weise in den Manifestationsprozess der Träume zu investieren und auch auf gesunde Weise in das Resultat dieser Manifestation zu investieren (investieren/investieren). In der Weisenschaft lernen wir es, auf gesunde Weise alle Manifestationsprozesse von Träumen abzustoßen („divest“) und auch Erwartungen bezüglich ihres Resultates abzustoßen (abstoßen/abstoßen). Nachdem wir also in der Personenschaft gelernt haben auf gesunde Weise in den Manifestationsprozess unserer Träume und deren Resultat zu investieren und in der Weisenschaft lernen die Manifestationsprozesse unserer Träume und die Erwartungen an ein Resultat abzustoßen, können wir diese beiden Aspekte in der Heiligenschaft zusammenbringen. Die Heiligenschaft erfordert nämlich eine gesunde Investition in den Manifestationsprozess unserer Träume und ein gesundes Abstoßen des Interesses am Resultat dieses Prozesses (investieren/abstoßen). Dieses Abstoßen des Resultates ist der Kern der Hingabe unseres Lebens an den Schöpfer während wir lernen ein Leben zu verkörpern, dass mehr Seines als unseres ist.
Das Leben einer theohumanistischen Traummanifestation zu leben bedeutet also uns gänzlich einzubringen und gänzlich loszulassen: in den Prozess zu investieren und Erwartungen an das Ergebnis abzustoßen. Damit geben wir dem Schöpfer die Macht darüber mit unserem Leben und unseren Wünschen zu machen was Es will. Dafür müssen wir das Motiv heilen warum wir uns der Manifestation unserer Träume hingeben und Ihm verpflichten. Wir müssen heilen warum wir uns dem verpflichten wollen oder müssen, so dass wir diese Hingabe und Verpflichtung nur lose halten. Sonst sind wir nicht offen dafür zu erkennen, dass der Schöpfer uns etwas damit sagen will, wenn wir unsere Träume nicht verwirklichen können – dass sie in diesem Fall nämlich eine Droge für unseren geringen Selbstwert sind und nicht die eigentliche Nahrung unserer wahren Lebensaufgabe. Um auf gesunde Weise investieren zu können, müssen wir einen guten Teil der Personenschaft erlangt haben.
Und um Erwartungen bezüglich der Resultate wirklich auf einer energetischen Ebene abstoßen zu können und nicht nur mit Worten, müssen wir den Übergang von Glauben und Hoffnung zu Wissen und Vertrauen schaffen. Da die meisten von uns niemals lernen allen Glauben und alle Hoffnung aufzugeben, liegt immer Angst in dem was wir meinen mit dem Loslassen von Resultaten zu tun. Und das ist etwas völlig anderes als wirklich mit dem Schöpfer zu devestieren, auch wenn beides von außen her gleich aussehen mag. Um deine mühsam durch Investition erlangte Manifestation eines Traumes wirklich völlig an den Schöpfer abzugeben, musst du zuerst zwei Dinge zu einem guten Maß erlangt haben. Zum einen musst du genügend Devestitionsarbeit in der Weisenschaft gemacht haben, um dich von jedweden tiefgreifenden Beziehungen mit einer illusorischen Zukunft zu befreien. Sonst wird deine Anstrengung der Devestition rein kosmetisch bleiben. Und des weiteren musst du bereits eine authentische und persönliche Beziehung mit dem Schöpfer kreiert haben, die tief genug ist um Seine Präsenz in jedem Moment deines Lebens erkennen zu können. Dies kann etabliert werden, selbst wenn du in der Form von Glauben oder Hoffnung zwischen dir und Ihm noch Angst hast.
In der auf Selbstwert basierenden Version des Menschseins in Theohumanitas verursacht die Hingabe deiner Lebensresultate an den Schöpfer nicht, dass du deinen persönlichen Willen oder Generator von Wünschen verlierst – was sich deutlich von den Auffassungen von Religionen unterscheidet. Nur wenn das strategische Selbst die Macht innehat, fühlt es sich wie ein Spiel zwischen dem persönlichen Willen und dem Willen Gottes an. Deshalb vermitteln die auf der prä-egoischen Phase basierenden Religionen die Grundlage eines Machtspiels in diesem Bereich, wo es um ein um ein Ringen gegen geht. Wenn es aber vom authentischen Selbst ausgeht, dann wird die Hingabe der Lebensresultate an den Schöpfer keineswegs als Verlust des persönlichen Willens empfunden. Es ist eher so, dass du damit die reinigende Präsenz des Schöpfers gewinnst, der deinen eigenen, persönlichen Willen reinwäscht. Wenn dies einmal vollständig geschehen ist, gibt es keinen Unterschied mehr zwischen deinem persönlichen Willen und dem Willen Gottes. Vom wahren Heiligen werden sie als ein und das gleiche empfunden und nicht als das eine gegen das andere oder im Widerspruch miteinander. Wenn es sich für dich also anfühlt, als wären sie im Widerspruch miteinander, kannst du sicher sein, dass du in der Agonie deines strategischen Selbstseins steckst und nicht deinem authentischsten Selbst entsprichst.
Das ist der Kontext für das, was Yeshua eigentlich meinte als er sagte ‚gib Caesar die Dinge, die Caesar gehören und Gott die Dinge, die Gott gehören.' Er sprach nicht von Steuern. Er sprach davon, dass es gänzlich spirituell ist in das zu investieren, was du als eine humanistische Person möchtest (gib Caesar...), so lange du demgegenüber offen bist, dass diese Investitionen als ungesund bloßgelegt werden und damit gegenüber der Bereitstellung dieser Wünsche voller Vertrauen devestierst (gib Gott...).
Beten und Gebete unterscheiden sich in Theohumanitas sowohl vom Kontext also auch Inhalt her deutlich von den von unseren Religionen angebotenen Formen. Die prä-egoische Phase der Bewusstseinsevolution, die allen Religionen zugrunde liegt, wird sowohl die Prämissen des Kontextes, wie das Selbst und Gott definiert werden, als auch die Ausübung des Inhalts verzerren. Dieses verzerrte Bild wird dann unseren Bezug zu Ihm beherrschen und damit auch das Gebet, das eine Form dieser Beziehung ist. Eine gesunde und egoische Phase der Bewusstseinsreifung wird die Beziehung vom Selbst zu Gott bedeutend ändern und damit auch die Formen des Bezugs auf Gott.
Egal in welcher Phase der Bewusstseinsreifung du dich gerade befindest, bist du strukturell bereits auf energetische Weise durch die Nabelschnur deiner Seele mit dem Schöpfer verbunden – genau wie ein Organ im Körper durch Blutgefässe angeschlossen ist, die dann mit dem Herzen zusammenfließen. Durch diese bereits vorhandene Seelenarchitektur erlebst du aber die Verbindung mit Ihm noch nicht bewusst, da die Angstknoten von unserem Seelenursprung im Weg sind. Der ‚Kanal’ oder die Nabelschnur der Seele ist automatisch mit energetischen und arteriosklerotischen Stauungen verstopft, die alle von einer der Ausdrucksarten der drei Seelenursprungsängste stammen. Das verhindert eine dauerhafte und persönlich erfahrene, energetische Beziehung mit Ihm.
Im Sinne von Theohumanitas können Beten und Gebet als ein energetisches Näherkommen eines ewigen Kindes an sein ewiges Elternteil beschrieben werden. Dieses Näherkommen ist eine schrittweise Entwicklung. Sie geht von der Wahrnehmung aus, dass Gott irgendwo ‚da draußen’ ist und du ‚irgendwo hier’ und führt zu einem Erleben, dass Gott ‚hier’ ist, wo du vorher warst und du dann ‚da’ bist, als sekundärer Ausdruck des Seins. Wenn wir unsere Lebensresultate hingeben und damit einhergehend jegliche Hoffnung aufgeben, so führt dies dazu, dass unsere primärer Sitz unseres Seins sich wandelt: weg von einer Grundlage, in der wir unser Leben haben, hin zu einer, in der statt dessen der Schöpfer-Gott unser Leben hat.
Beten hat drei Phasen: Konversation, Kommunion und Aufgehen („abidement“). Konversation ist das Öffnen, um mit Ihm auf eine lockere Art und Weise zu kommunizieren. Gerade so, als unterhielten wir uns mit einer anderen Person. Es gibt dabei keine Festlichkeit oder besondere Ehrfurcht. Dies sind Valenzen, die nur von prä-egoischen, auf Wertlosigkeit basierende Religionen unterstützt werden. Der Schöpfer braucht keine Messe, kein unterwürfiges auf dem Bauch kriechen, keine Opfergaben, Sühne, Reue, Beichte und auch keinen Mittelmann, um uns mit Ihm auf eine aktive und lebendige Weise zu verbinden. Du brauchst nur ein gesund demütiges Herz – was eine enorm wichtige Eigenschaft oder Wirkung der Emotionalkörpererleuchtung ist, derer es bedarf, um eine sich selbst bestätigende Erfahrung deines Elternteils zu aktivieren.
In der Konversationsphase kannst du den Schöpfer um alles bitten was du möchtest, bis du begreifst, dass es deine Aufgabe ist das für dich zu bekommen, was du möchtest und Gottes Aufgabe danach zu sehen, dass du bekommst was du brauchst. Es ist auch deine Aufgabe zu untersuchen wie das, was du meinst zu wollen und brauchen automatisch auf ungeheilten Stauungen der Angst beruht und somit nur der Wunsch nach einem schmerzbetäubenden Medikament oder Droge sein kann. Anders gesagt ist Gott kein Drogendealer. Deshalb bekommen die meisten von uns auch ein ‚Nein’ als Antwort auf die Bitten in unseren Gebeten. Gott stellt nur Gerichte wahrer Herzensnahrung bereit. In der Erleuchtung des Emotionalkörpers lernst du, was in deinem Leben der Unterschied zwischen Drogen und tatsächlich nährender Nahrung ist.
In der Kommunion wirst du dir endlich bewusst, dass Es sich immer strukturell und energetisch nach dir als einre menschlichen Version Seines Selbst ‚ausstreckt’. Bis du anfängst aus deinem auf Angst beruhenden Schlummer aufzuwachen und dich für Seine Präsenz und seinen Fluss der Dinge zu öffnen, hält Es beide Enden der Beziehung. Es hält sie so lange, bis der Tag kommt, an dem die menschliche ‚Einheit’ am anderen Ende anfängt ihre Hälfte der Transaktion durch das Gebet und die Hingabe der Lebensresultate an Es zu energetisieren.
Die Präsenz und der Fluss der Dinge sind von Ihm aus also immer auf dich zugekommen. Du hast aber nicht gewusst, wie man sich dieser Präsenz und diesem Fließen wirklich öffnen kann. Wenn du das lernst und anfängst, die verstopfte Seelenröhre zwischen dir und Ihm mit demütigem Herzen und dem Bemühen um das Heilen von Angst frei zu räumen, dann gräbt Es für jede ‚Schaufel voll’ arteriosklerotischer Verstopfungen, die du gräbst zwei ‚Schaufeln voll’ von Seiner Seite aus weg - einer Verstopfung, die durch mangelnden Gebrauch entstanden ist. In dieser Kommunionsphase beginnst du zu fühlen, dass etwas zu dir zurück kommt: du wirst demgegenüber sensibler, wie dir in jedem Moment jeden Tages von Personen, dem Leben und deinem inneren System Führung angeboten wird. Du warst dir dessen bisher bloß nicht bewusst. Die stärker werdende Präsenz des Schöpfers beginnt die Schatten der Angst in deinen Systemen auszuleuchten und dich mit fester Hand dorthin zu bewegen, dich ihnen zu stellen. Es wird dich nicht von ihnen wegführen, dich darin bestärken sie ‚loszulassen’ oder für deine ‚sündige’ Natur um Vergebung zu bitten.
Das Aufgehen („abidement“)mit dem Schöpfer in der dritten Phase bedeutet also das Zusammen-Sein mit dem Schöpfer, in dem es keinerlei Abstand zwischen dir und Ihm gibt. Dann ist es nicht mehr so, dass du hier bist und der Schöpfer dort ist. Statt dessen bist du dort und der Schöpfer hier. Wenn du ‚hier’ bist und der Schöpfer ‚dort’, dann gibt es eine trennende Distanz. Aber wenn du ‚dort’ bist und der Schöpfer ‚hier’ ist, dann gibt es keinerlei Distanz. Gibran formulierte es so: es ist ein Unterschied dazwischen Gott in deinem Herzen zu haben oder im Herzen Gottes zu sein. Eine unreife Beziehung mit dem Schöpfer ist somit eine, in der du da bist wo du bist und Es da ist wo Es ist. In einer reifen Beziehung bist du da wo der Schöpfer ist und der Schöpfer ist da wo du bist!
Diese drei Phasen können in fünf Schritten des Gebets aktiviert werden. Die erste Phase ist eine kurze Zeitspanne, die man mit Zazen Vipassana oder der Avrassana Meditation von Theohumanitas verbringt. Das ist wichtig, da es dir damit hilft aufzuhören, dich an deinen Wunschobjekten jeglicher Art festzuklammern. Wenn wir dies tun, dann können wir leichter erkennen, dass das, worum wir in der Folge beten auf Angst basiert. Und Außerdem fährst du damit vorsätzlich eine stille ‚Energiebrücke’ zu Ihm aus. Das ist so, als würden wir ohne Worte eine nach außen gerichtete („outbound“) Autobahn von unserem Herzen zum Schöpfer abspulen.
Die vierte Phase ist ein stiller Zuhörmodus, wo du in alles hineinfühlst, was vom Schöpfer zu dir kommen mag. Das kann in der Form von Worten sein oder auch nicht. Indem du dich einfach in diesem stillen und empfangenden Modus mit Gott ‚wärmst’, werden sich mit der Zeit die Valenzen und Frequenzen deines Seins wandeln. Wenn wir dem Licht und die Liebe Seiner Präsenz tatsächlich begegnen, werden sie wie frisches Wasser sein, das das ‚Öl’ in uns herauf und hinaus drückt. Das bedeutet, dass der Begin eines Kontaktes mit dem Lebendigen Gott auf diese Weise relativ bald viele Schattenthemen hervorbringen wird, die durch den ‚Waschgang’ durch die Präsenz Gottes nicht mehr im Verborgenen bleiben können. Für viele kann diese Phase des Verarbeitens der durch die parallele Bewegung in der Heiligenschaft hervorgebrachten Schattenaspekte mehrere Jahre dauern.
Die abschließende Phase ist eine Dankbarkeit, die sich nach zwei Seiten hin richtet. Zum einen ist es Dankbarkeit für das, was du vom Schöpfer empfangen hast, als auch das, was du nicht von Ihm bekommen hast. Diese Dankbarkeit richtet dich auf eine angemessene Herzenshaltung hin aus, mit der du dich am wirksamsten im Leben fortentwickeln kannst. Man könnte sagen, dass allein Gebete der Dankbarkeit die authentischste Bezugsweise zum Schöpfer sind, da wir ihm unsere Existenz als empfindendes Wesen verdanken. Zum anderen ist es Dankbarkeit für das, was wir in der Zukunft vom Schöpfer bekommen werden – eine Feier des Wissens um Verbindung, dass Verbindung möglich ist. Eine Verbindung, die als Fragment-Kind Gottes dein Geburtsrecht ist und deren volles Einnehmen nur durch Angst verhindert wird. Dankbarkeit ist eine Art Hingabe, eine Hingabe an den Schöpfer und ein Anerkennen, dass der Schöpfer der Schöpfer ist – dass am anderen Ende immer jemand zu Hause ist.
IDie Heiligenschaft in Thehohumanitas bietet auch eine Übung an, die der Atem der Liebe genannt wird. Der Atem besteht aus zwei Bewegungen und zwei Ruhepunkten. Da ist das Einatmen, ein Ruhepunkt, das Ausatmen und dann wieder ein Ruhepunkt vor dem nächsten Einatmen. Verbinde dein Einatmen mit dem Versuch Selbstliebe oder den Grad deines innewohnenden Gutseins zu spüren. Auf dem Ruhepunkt vor dem Ausatmen, versuche den Atem anzuhalten und zu spüren, dass deine Liebe in Dankbarkeit und Andacht zu deinem Elternteil hin fließt. Mit dem Ausatmen versuche dich so gut wie möglich leer zu machen und versuche dann beim Ruhepunkt vor dem nächsten Einatmen zu spüren, wie die Liebe, die der Schöpfer für dich hat zu dir zurück kommt.
Auf diese Weise rekapituliert der Atem der Liebe alle drei Errungenschaften in Theohumanitas. Das Einatmen repräsentiert wie weit du dich in der Personenschaftspraxis in die Erleuchtungspraxis des Emotionalkörpers hinein begeben hast; das Ausatmen repräsentiert, wie weit du dich in der Weisenschaftspraxis in die Erleuchtung des Mentalkörpers hineinbegeben hast und die zwei Ruhepunkte, auf denen der Atem gehalten wird, repräsentieren wie weit du dich in der Heiligenschaftspraxis in die Erleuchtung der ätherischen/chakralen Körper hineinbegeben hast – wenn du nämlich fühlst, wie weit deine Liebe zu Ihm und von Ihm zurück umsetzbar ist.
Abschließend sind hier vier Gebete, die entsprechend der Auffassung von Theohumanitas dabei helfen werden, im Bemühen um das Beten voranzukommen.
| Gebet der Affirmation ICH WEISS dass es Gott gibt UND VOR ALLEM WEISS ICH © 2006 DS Barron |
| Gebet zur Reinigung Mein SchöpferSo wie die Tiefen des Ozeans eins sind mit seinen Wellen
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| Gebet der Gemeinschaft Mein Schöpfer, unser ewiger Vater, unsere ewige Mutter
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Gottes Gebet Amen © 2006 DS Barron |
Gebet eines Paares Amen © 2006 DS Barron |
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